Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen.

Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen.

Wir können nur ganz Mann werden, wenn wir das Fürchten lernen. Wir können das Fürchten nur lernen, wenn wir hinausgehen. Hinaus ins echte Leben. Raus aus der Komfortzone unseres gewohnten Erfahrungsraums. Raus aus unserer Mutti-Welt.

Fürchten ist die pure Ehrfurcht vor dem Geschenk Leben

Vor dem was wir Gott nennen, vor dem Unerklärlichen, vor den unbegreiflichen Wundern des Lebens. Fürchten heißt, das Wunder Leben als solches für sich zu entdecken. Das Leben dadurch entspannter und gleichzeitig wertschätzender in die Hand zu nehmen. Die Heiligkeit und Würde des Lebens zu erfahren und das Leben mit Hingabe, starker Hand und liebendem Herzen anzupacken. Die wohlig-schaurige Schönheit der Furcht als immer neues Geschenk zu begreifen, die uns die Grenzen unserer bisherigen Welt aufzeigt.

Die eigene Tiefe ausloten

Als noch junge, unerfahrene und unreife Männer meinen wir furchtlos zu sein. Überheblich begegnen wir der Welt. Das Beste ist gerade gut genug und wir erwarten, dass uns das Glück hold und die Frauen zufliegen. Das ist gut so. Das ist die Grundlage, um Verluste und Schmerz hinzunehmen. Denn nur wer Hörner hat, kann sie formen, wie sie ihm am besten nutzen. Ein Mann ohne Hörner ist ein Dickschädel.
Ein Mann, der das Glück hat, sich in seiner Tiefe auszuloten und seine Grenzen zu erleben, erhält das kostbare Geschenk Demut. Eine Demut, die ihn für sich selbst erst richtig greifbar macht und die den tiefen Respekt vor allem Leben schafft. So ein Mann kann sich an sein eigenes Leben hingeben. Die eigene Tiefe auszuloten hört niemals auf. Die Hingabe ans Leben wächst beständig.

Initiation stärkt Vertrauen:
Es kann Dir nichts geschehen

Wir stärken uns durch die Initiation. In der Initiation gehen wir in unsere Tiefen bis zu unserem Urvertrauen. Wir erneuern seine Unerschütterlichkeit. Diese sollten wir durch eine geglückte Schwangerschaft (im Bauch unserer Mutter) und Kindheit als wertvollstes Lebensgeschenk mitbekommen haben. Nicht immer gelingt das unseren Eltern. Dies kann zu Schuldzuweisungen gegenüber unseren Eltern führen. Wir tun uns schwer, ihnen zu danken. Wir empfinden sie als Schuldige, für das, was sie uns angetan haben oder was uns angetan wurde. Ohne genau benennen zu können, was genau ihre Schuld ist.

Wie kann ich mehr der sein, der ich sein kann?

Als kleine Jungen haben wir eine immense Ahnung von unserem Leben: Vom Kern unseres Lebens. Beileibe nicht, von dem, was irgendwann konkret sein wird. Darum geht es nicht. Wir haben eine verdammt gute Ahnung von dem, wer wir sind. Dann beginnt das Durchwursteln durch die Anforderungen, die ein Leben auf diesem Planeten nun einmal stellt. In diesem Chaos suchen wir unser Inneres im Außen reflektiert zu bekommen: wir wollen das in der Welt tun und darstellen, was wir im Innen sind. Jede Lebensphase dient dazu ein Stück weiter zu kommen. Jede Phase berührt ganz eigene Facetten dieses Kerns.

In der Initiation bedanken wir uns und bereiten uns vor

Was war, war. Daran ist nichts zu rütteln. Es liegt an uns, was wir aus dem Gewesenen für uns Wertvolles mitnehmen und lernen. Sich beim Leben zu bedanken für alles, was war und vielleicht nicht war, ist die Voraussetzung dafür, aus dem Leben zu lernen. Dankbarkeit ist das Tor ins Neuland der nächsten Lebensphase. Die anbrechende neue Lebensphase macht uns Angst. Wir wissen nicht, welche Herausforderungen auf uns warten.

Jenseits der Angst beginnt unser wahres Leben

Die Angst ist keine fremde Macht. Sie ist ein wertvoller Teil von uns selbst, der uns vor Unbekanntem und deshalb potenziell Gefährlichem warnt. Erst wenn wir aktiv in unsere Angst hinein gehen, um sie zu durchdringen, erobern wir die auf uns wartenden Lebensräume unseres wahren Lebens.
 

Die Natur als wertvoller Furcht-Erfahrungsraum

In der Natur begegnen wir uns auf besonders intensive Weise. Sie spiegelt unsere Gedanken und Gefühle. Haben wir dort draußen Angst, etwa im nächtlichen Wald, ist es allein unsere Innenwelt, die diese Angst erzeugt. Wieso meinen wir, etwas hat es auf uns abgesehen? Genauso gut und „real” wäre die Überzeugung, gerade in der Nacht sind wir in Natur und Leben geborgen wie nie. Die nächtliche Natur als Erfahrungsgrenze zu unserem wahren Leben? Warum nicht?

Beste Grüße!
Jörg Romstötter

Einladung zur Selbst-Initiation

Was hältst Du davon, wenn wir selbst eine Initiation durchführen? Im Kreis von Gleichgesinnten und Gleichgestellten bringt jeder ein, was er vermag. Gemeinsam werden wir uns bewusst, von was wir uns aus der bisherigen Lebensphase verabschieden. Gemeinsam bereiten wir uns vor, auf was auch immer da kommen mag. Interessiert? Melde Dich einfach bei Tobias unter kontakt@abenteuermannsein.de

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